#136: „Nicht laut. Sondern klar.“ – Stefanie Senger über Selbstwirksamkeit, Nachfolge und moderne Führung
Episode 136: #leidenschaft #freiheit #geborgenheit – so beschreibt sich Stefanie Senger direkt zu Beginn unseres Gesprächs selbst. Und ich finde: Diese drei Hashtags erzählen schon erstaunlich viel über sie. Über das, was sie trägt, was ihr Energie gibt und was sie in ihre Führungsrolle einbringt.
Stefanie ist geschäftsführende Gesellschafterin der Autohausgruppe Senger in Rheine und gehört gemeinsam mit ihrem Bruder Jörg zur Nachfolgegeneration des Familienunternehmens. Sie steht für eine Form von Führung, die nicht laut sein muss, um klar zu sein. Die nicht auf Härte setzt, sondern auf Haltung, Kommunikation, Vertrauen und echte Selbstreflexion.
Was ich an Stefanie besonders mag: Sie spricht offen über ihren Weg. Über Zweifel. Über das Ringen mit Rollenbildern. Über die Herausforderung, in einer stark geprägten Branche den eigenen Platz zu finden, ohne sich zu verbiegen. Und genau deshalb ist diese Folge so wertvoll. Weil sie zeigt, dass Selbstwirksamkeit nicht mit Perfektion beginnt, sondern mit einer ehrlichen Frage: Wer bin ich eigentlich – und wie wirke ich am besten?
Wir sprechen über innere Klarheit, über Bauchgefühl, über moderne Führung, über Mitgefühl, über das Zuhören und darüber, warum Mut zur Persönlichkeit aus Stefanies Sicht viel mehr mit Ruhe als mit Lautstärke zu tun hat.
Diese Folge ist für dich, wenn du Verantwortung trägst, deinen eigenen Führungsstil suchst, dich in Veränderung befindest oder dir öfter die Frage stellst, wie du wirksam sein kannst, ohne dich selbst zu verlieren.
Lass Dich von uns beiden für Deinen eigenen Mut zur Persönlichkeit inspirieren!
Warum die Welt aus Stefanies Sicht mehr Mut zur Persönlichkeit braucht? Ihre Antwort:
““Unsere Welt braucht Entscheidungen und Klarheit in der Führung - und dafür Persönlichkeiten mit Mut zur Persönlichkeit, die nicht interessensgesteuert, sondern lösungsorientiert und sachlich einen klaren Weg vorgeben und Entscheidungen treffen.””
Diese und alle weiteren Folgen auch auf YouTube!
[Hier geht’s zur 136. Folge auf YouTube oder Klick ins untenstehende Video.]
🎧 Die Top 5 Learnings aus dem Gespräch mit Stefanie
1 | Selbstwirksamkeit beginnt da, wo Du aufhörst, eine Rolle zu spielen
Stefanie sagt: „Sich lösen von: So muss man halt sein, wenn man unternehmerisch sein will, wenn man eine gute Führungskraft sein will – und stattdessen gucken: Hey, wer bin denn eigentlich ich, und wie wirke ich am besten? Das ist für mich Selbstwirksamkeit.“
Ich finde: Das ist einer der stärksten Sätze dieser Folge. Weil er zeigt, wie oft wir uns an Bildern orientieren, die gar nicht zu uns passen.
2 | Mut zur Persönlichkeit braucht innere Klarheit – und äußere Sachlichkeit
Für Stefanie ist Mut zur Persönlichkeit nicht nur ein innerer Prozess, sondern auch eine Haltung im Miteinander. Offen die eigene Meinung sagen zu können, ohne Diskussionen persönlich zu nehmen, ist für sie ein zentraler Teil davon. Besonders stark finde ich ihren Gedanken, dass man den eigenen Standpunkt vom Selbstwert trennen muss.
3 | Intuition ist kein Gegensatz zu Führung – sondern oft ihr unterschätzter Kompass
Stefanie sagt rückblickend, dass sie ihrem jüngeren Ich raten würde, mehr auf das eigene Bauchgefühl zu hören. Nicht als Ersatz für Denken und Strategie, sondern als wichtige Ergänzung. Ein schönes Learning für alle, die sich selbst manchmal eher misstrauen als vertrauen.
4 | Gute Führung zeigt sich nicht zuerst im Antworten, sondern im Fragen
Eines meiner Lieblingslearnings aus dieser Folge: viele Fragen zu stellen, statt direkt dagegenzuhalten. Zuhören. Verstehen. Einordnen. Gerade in Zeiten, in denen Meinungen oft schnell eskalieren, ist das eine unglaublich starke Qualität.
5 | Die Welt braucht nicht mehr Lautstärke – sondern mehr klare Persönlichkeiten
Stefanie verbindet Mut zur Persönlichkeit nicht mit Lautsein, sondern mit Ruhe, innerer Stärke und Klarheit. Und am Ende der Folge bringt sie es noch einmal auf den Punkt: Unsere Welt braucht Menschen, die lösungsorientiert, sachlich und mit Haltung Entscheidungen treffen.
Mein persönliches Fazit
Was mich an Stefanie beeindruckt hat, ist diese besondere Mischung aus Reflexion, Herzlichkeit und Führungskraft. Sie wirkt nicht geschniegelt, nicht aufgesetzt, nicht nach einstudierter Unternehmerinnenpose – sondern ehrlich, klar und zugewandt. Und genau darin liegt für mich ihre Stärke.
Besonders hängen geblieben ist bei mir, dass sie Mut zur Persönlichkeit nicht mit Lautstärke verbindet, sondern mit Leise, Ruhe, innerer Stärke und Klarheit. Das ist eine Perspektive, die ich sehr teile – und die in einer oft lauten Welt wohltuend anders ist.
Ich finde auch ihre Offenheit, wenn sie über ihren eigenen Weg spricht, super erfrischend: über männlich geprägte Führungsbilder, über Unsicherheiten, über Bauchgefühl, über Mitgefühl und über die Frage, wie man den eigenen Stil findet, ohne sich ständig mit Erwartungen von außen zu verwechseln.
Stefanie zeigt in dieser Folge sehr eindrücklich, dass moderne Führung nicht nur etwas mit Strategie, Struktur und Entscheidungen zu tun hat - sondern mit Selbstkenntnis, Kommunikation, Vertrauen und mit der Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln.
Danke für Deinen Mut zur Persönlichkeit, liebe Stefanie!
Weitere starke Zitate aus meinem Talk mit Stefanie
Sich lösen von: So muss man halt sein, wenn man unternehmerisch sein will, wenn man eine gute Führungskraft sein will - und stattdessen gucken: Hey, wer bin denn eigentlich ich, und wie wirke ich am besten? Das ist für mich Selbstwirksamkeit.
Mut zur Persönlichkeit ist für mich auch eine offene und ehrliche Meinungsäußerung und sachliche Diskussionen. Wenn man eine starke und mutige Persönlichkeit hat, dann unterscheidet man seinen Standpunkt von seinem Selbstwert.
Was ich meinem jüngeren Ich gerne mitgeben würde, wäre, mehr auf mein Bauchgefühl zu hören. Ich habe über die Jahre gelernt: Meine Intuition ist gar nicht so verkehrt — die ist eigentlich sogar ganz gut.
Das ist eine gute Qualität: viele Fragen zu stellen, anstatt immer erst direkt dagegen zu argumentieren.
Dieses an Altem festhalten - oder der Satz: ‚So bin ich halt‘ - das sind so Sachen, da werde ich kirre.
Hab Mitgefühl deinem Gegenüber, auch dir selbst gegenüber — nicht Mitleid, sondern eben einfach ein wertfreies Aufeinandertreffen.
Diese Themen Menschen, Change, Entwicklung nach vorne - das ist irgendwie das, was mich bewegt.
Ich bin schon jemand, der Menschen zusammenbringt. Eine Stärke von mir ist, verschiedene Sichtweisen zu erfassen und eine Gemeinsamkeit herzustellen
Mir geht es nicht um die Masse, sondern wirklich um tiefe Gespräche. … Das ist so ein wichtiger Bestandteil für mich, auch um Energie zu haben.
Wenn ich an Mut zur Persönlichkeit denke, denke ich an Leise, Ruhe, innere Stärke, Klarheit.
🎙️ Wer ist Marie Kanellopulos?
Marie Kanellopulos ist CEO von DONE!Berlin und Expertin für People & Culture Transformation, Leadership und nachhaltige Skalierung. Sie begleitet Unternehmen vom Start-up bis zum Konzern durch Wachstums- und Veränderungsphasen – mit Klarheit, Tempo und einem feinen Gespür für Menschen, Kultur und Business.
Ihre Buchtipps:
Matt Mochary: The Great CEO Within – The Tactical Guide to Company Building
Daniel Kahneman: Thinking, Fast and Slow
Mel Robbins: The Let Them Theory – A Life Changing Tool That Millions of People Can’t Stop Talking About
📍 Webseite DONE! Berlin
🎧 Jetzt in den Podcast MUT ZUR PERSÖNLICHKEIT weiter reinhören & inspirieren lassen!
🎧 Wenn dir die Folge gefallen hat:
⭐️ Bewerten | 💬 Teilen | 🔁 Weiterempfehlen
Denn: Mehr Mut zur Persönlichkeit macht diese Welt eindeutig besser.
📍Teil die Folge auf LinkedIn oder Instagram – und verlinke mich gerne:
@cdebruijn auf LinkedIn oder @cherinedebruijn auf Instagram.
Ich freue mich auf den Austausch mit dir! 💛
Bis zur nächsten Folge – sei mutig, zeig’ Persönlichkeit!
Deine Chérine
